Inertisieren mit Vakuum  / Überlagern

 

Unter „Inertisieren“ versteht man den Austausch der „normalen“ Atmosphäre durch eine inerte (inaktive) Atmosphäre, meist Stickstoff (N2), oder Kohlendioxyd (CO2) in der Lebensmittelindustrie. Mit dem Inertisieren will man eine Explosion von Lösungsmitteldämpfen oder die Oxydation und Kontamination von Produkten verhindern. Ein Rest-Sauerstoffgehalt von <5% in der Atmosphäre wird als ausreichender Schutz gegen eine Explosion angesehen.

 

Prozedur des Inertisierens:

V1 ist geschlossen, V2 öffnet – Volumen wird angesaugt bis ca. –800mbar (=200mbar abs).

V2 schliesst V1 öffnet und ergänzt das fehlende Volumen mit Stickstoff;

Verdünnung 1:5 Restsauerstoffgehalt ca. 4%

Es folgt der zweite Zyklus:

V1 ist geschlossen, V2 öffnet – Atmosphäre wird abgesaugt bis –800mbar

V2 schliesst V1 öffnet und ergänzt das fehlende Volumen mit Stickstoff;

Verdünnung 1:5 Restsauerstoffgehalt ca. 0.8%

 

Nach dem Inertisieren geht die Anlage in den Modus des Überlagerns über.

Druck <15mbar Reduzierventil speist Stickstoff ein;

Druck >40mbar Überströmventil bläst ab;

 

Inertisieren / Überlagern mit Vakuum